Social Media – Posten mit Strategie

  • Ein paar Posts hier, ein Videoclip da, ein Foto dort: Social Media kann doch jeder – denkt man vielleicht. Aber damit Ihr Unternehmen und Ihre Marke wirklich nachhaltig von den Sozialen Medien profitieren und deren volles Potenzial ausschöpfen können, gilt es ein paar Punkte zu beachten.

1. Die Zielgruppe und ihre Erwartungen

  • Weltweit wird die Anzahl der Benutzer Sozialer Medien auf derzeit etwa 1,7 Milliarden Menschen geschätzt. In einem ersten Schritt sollte man sich also gut überlegen, wen man genau ansprechen möchte und welche Medien diese Zielgruppe vermehrt nutzt. Jüngere Personen werden etwa eher über Instagram zu erreichen sein als über Facebook, 14-16-Jährige auf Snapchat. Plattformen wie LinkedIn und Xing sind hingegen mehr etwas für Brancheninsider. Hat man ausschließlich österreichische Kontakte, ist LinkedIn vielleicht auch nicht das richtige, hier geht es eher internationaler zu. Xing hingegen ist DACH-lastig. Fragen Sie sich also: Wo ist meine Zielgruppe unterwegs, und was erwartet sie? Generell lässt sich noch sagen, dass es in den Sozialen Netzwerken etwas informeller und legerer zugeht. Auch ältere Zielgruppen lassen sich in der digitalen Welt lockerer ansprechen.

2. Auswahl der geeigneten Kanäle

  • In einem zweiten Schritt entscheidet man sich dann für die Kanäle. Dabei gilt: Weniger ist mehr. Besser nur ein bis zwei Medien nutzen, die man dann aber regelmäßig und konsequent bespielt. Bevor man loslegt ist es hilfreich, sich einen Content-Kalender für etwa einen Monat anzulegen. So bekommt man ein Gefühl dafür, was man überhaupt an Themen kommunizieren kann und will.

3. Die Botschaften

  • Nun sollte man sich entscheiden, was man der Community bieten möchte. Ist es ein Mehrwert durch konkrete Anleitungen, Tipps und Tricks, tagesaktuelle Informationen, oder ästhetische Fotos, um eine gewisse Stimmung zu vermitteln und die Markenidentität zu stärken? Experimentieren Sie und trauen Sie sich ruhig etwas – aber bleiben Sie dabei immer glaubwürdig und Ihrer Marke treu. Ein No-Go ist es zum Beispiel, einen Post von Instagram eins zu eins für Facebook zu übernehmen. Zumindest die Wordings oder der Kommentar zu einem Bild sollten adaptiert werden.

4. Starke Bilder sprechen lassen

  • Ohne Bild geht gar nichts, Bewegtbild ist sogar noch besser. Nur Texte zu posten wird einen also nicht weit bringen, sogar auf Twitter lassen sich mittlerweile Bilder posten. Wobei Twitter in Österreich ohnehin eher als Nischenmedium anzusehen ist.

5. Verantwortung übernehmen & moderieren

  • Wichtig ist es auch, sich der Verantwortung bewusst zu sein, die mit der Nutzung der Sozialen Medien einhergeht. Was darf ich in Hinblick auf die Datenschutzverordnung zeigen, habe ich die Bildrechte, wer ist zu sehen? Wie gehe ich mit den Daten um, die ich generiere? Habe ich an den Disclaimer gedacht, wenn ich ein Gewinnspiele poste? Sie sind auch dafür verantwortlich, wie es etwa auf Ihrer Facebook-Page zugeht. Gibt es zum Beispiel einen Konflikt zwischen zwei Usern, sollten Sie unbedingt moderierend eingreifen und unrichtige oder beleidigende Posts so schnell wie möglich löschen.

6. Das Wesen der Sozialen Netzwerke verstehen

  • Grundsätzlich ist es noch wichtig, sich vor dem Start eines klar zu machen: Soziale Netzwerke sind Dialogkanäle – seien Sie also darauf vorbereitet, gutes aber vielleicht auch einmal weniger gutes Feedback zu bekommen und darauf angemessen und schnell zu reagieren. Dafür braucht es natürlich auch die entsprechenden personellen Ressourcen.

Gute Fragen vor dem Start:

    • Wen wollen wir ansprechen?
    • Wie viele UserInnen hat der Kanal?
    • Wie oft können/wollen wir posten?
    • Was ist unsere Strategie? Wollen wir konkrete Informationen oder Stimmungen vermitteln, die Marke stärken oder den Verkauf steigern?
    • Sind wir uns der Verantwortung bewusst, die mit der Nutzung in Hinblick auf Datenschutz bzw. Moderation einhergeht? Sind wir gewappnet, falls es einmal negatives Feedback oder Vorwürfe gibt?